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Kultur und Events in Kapstadt

Neben der Arbeit im Vrygrond Computer Lab bleibt unseren Freiwilligen in Kapstadt an den Wochenenden viel Zeit, um die Kaphalbinsel zu erkunden. Neben Strandausflügen und zahlreichen Wanderungen hat Kapstadt aber auch jede Menge Kultur zu bieten. Die Kaphalbinsel hat eine jahrhundertealte, bewegte Geschichte hinter sich. Kunst, Fashion, Musik und Tanz – alle Kulturrichtungen haben sich in der lebhaften Metropole angesiedelt.

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So entstanden die Townships in Südafrika

Ein Township – was ist das überhaupt? Der Duden bezeichnet es als „von Farbigen bewohnte städtische Siedlung in Südafrika“. Der Begriff Township ist untrennbar mit Südafrika verbunden und es ist nicht zu leugnen, dass ihm etwas Negatives anhaftet. Auch heute noch zeichnen sich die Townships durch Armut, Kriminalität und eine schlechte Entwicklung aus. Viele Organisationen helfen – so auch initiAID. Doch wie entstanden die Townships?

Ursprünge der südafrikanischen Townships

Schon in den 1920er Jahren zeichneten sich in Südafrika die ersten Züge der räumlichen Rassentrennung ab, die eines der Grundbausteine der südafrikanischen Apartheitspolitik war. Im „Native Urban Areas Act“ wurde 1923 festgelegt, dass die unterschiedlichen ethnischen Gruppen Südafrikas getrennt leben sollten – Land durften Weiße sowie Schwarze nur noch in den für sie vorgesehenen Gebieten erwerben.

Auch der Zuzug der schwarzen Landbevölkerung wurde reguliert – in die Stadt ziehen durfte nur, wer dort auch Arbeit hatte. In den Townships entstanden so Sammelunterkünfte für überwiegend Männer, die in der Stadt arbeiteten und ihre Familien auf dem Land versorgten. Die ersten Drogen- und Alkoholprobleme kamen auf.

Kapstadt in den 1950er Jahren

Die Apartheid in Kapstadt erlebte ihren Höhepunkt nach dem Sieg der Buren im Wahlkampf. Die für Weiße, Schwarze und Coloreds festgelegten Wohngebiete wurden zur Pflicht – wer im falschen Wohngebiet lebte, musste umziehen. Die Wohngebiete für die Schwarzen wurden systematisch am Stadtrand angelegt, die Bevölkerung dorthin oft zwangsumgesiedelt.

Eine der schlimmsten Tiefpunkte der Apartheidsherrschaft in Kapstadt ist die Räumung des District Six in den 60er und 70er Jahren. Der District Six wurde kurzfristig zu einem Wohngebiet für Weiße erklärt, rund 60.000 Bewohner wurden mit Gewalt gezwungen, auf die Cape Flats umzuziehen. Immerhin: Die Townships waren damals noch nicht die Slums, die man heute vielerorts kennt, sie waren einfache, jedoch gut geplante Siedlungen mit einer Infrastruktur.

Die Townships heute

Als das Apartheidregime in den 80er Jahren langsam begann, zu zerfallen, zog es die Landbevölkerung trotz des eigentlichen Verbots immer mehr in die Städte. Da die Townships nicht auf diese Bevölkerungsmenge ausgerichtet waren, begannen die Menschen, Wellblechhütten wild überall dorthin zu bauen, wo um die Townships herum Platz vorhanden war. Eine Infrastruktur mit fließend Wasser, Strom und einem Abwassersystem? Fehlanzeige! Die sogenannten „informal settlements“ breiteten sich rasant aus, vor allem mit dem Ende der Apartheid und der Auflösung der festen Besiedelungsstruktur des Landes.

Diese „informal settlements“, also illegale Wohnsiedlungen mit ihren „shacks“, den Wellblechhütten, prägen noch heute das Bild von Kapstadt und anderen südafrikanischen Großstädten. Die Infrastruktur in den Wohngebieten ist noch immer schlecht, die Arbeitslosigkeit ist hoch, da viele der Bewohner aus dem östlichen Teil Südafrikas ohne Arbeit in die Städte gezogen sind. Kriminalität und Alkohol- und Drogenmissbrauch sind große Probleme in den Townships, die von der Regierung bisher immer noch nicht genug angegangen werden. Und auch wenn es heute bereits Townships gibt, in denen die Menschen ein mittelständisches Leben haben, so leben doch die meisten Bewohner noch in Armut.

Freiwillige Organisationen helfen mit Bildungs- und Betreuungsprogrammen, um den Kindern in den Townships ein besseres Leben zu ermöglichen. Du möchtest auch helfen? Dann informiere dich über deine Möglichkeiten mit initiAID in Südafrika etwas zu verändern.

 

initiAID Halbjahresrückblick 2018

Die erste Jahreshälfte ist vorbei und gern möchten wir mit euch – unseren Sponsoren, Mitgliedern, Unterstützern und Freiwilligen – einen Blick zurück auf die ersten sechs Monate des Jahres 2018 werfen. Denn 2018 ist nicht nur ein Jahr, in dem wir unsere Projekte weiterhin erfolgreich mit eurer Hilfe vorantreiben. Es ist auch das Jahr des 5-jährigen Bestehens von initiAID, einer studentischen Initiative, die 2013 mit zwei Mitgliedern startete und heute erfolgreich bedürftige Menschen durch Bildungsprojekte fördert und unterstützt.

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Ein Tagesausflug zum Kap der guten Hoffnung

Neben der Arbeit im Vrygrond Computer Lab bleibt unseren Freiwilligen in Kapstadt an den Wochenenden viel Zeit, um die Kaphalbinsel zu erkunden. Ein Highlight ist dabei ein Ausflug zum Kap der guten Hoffnung – die stürmische Südwestspitze Afrikas, an der der atlantische und der indische Ozen aufeinander treffen. Am besten eignet sich für einen Besuch am Kap der guten Hoffnung das Wochenende – man sollte schon den ganzen Tag dafür einplanen. Denn obwohl das Kap nur rund 40 Kilometer von Kapstadt entfernt liegt, gibt es auf dem Weg dorthin jede Menge zu entdecken.

Ausflug zum Kap der guten Hoffnung

Unsere Freiwilligen haben für die Dauer ihres Aufenthalts in der Regel einen Mietwagen gemietet. Das ist am praktischsten, um herumzukommen. Gerade auf dem Weg zum Kap möchte man immer wieder anhalten – zum Beispiel im Surferort Muizenberg, am berühmten Boulders Beach in Simon’s Town oder an einem der unzähligen Aussichtspunkte auf dem Chapman’s Peak Drive.

Diese Punkte sind übliche Zwischenstops auf dem Weg zum Kap der guten Hoffnung. In Muizenberg mit seinem entspannten Sufer-Vibe leben auch viele unserer Freiwilligen. Der kleine Vorort von Kapstadt ist nur wenige Autominuten vom Vrygrond Computer Lab entfernt. Auch sonst ist Muizenberg ein netter Ort, um ein paar Stunden am Strand oder bei einem leckeren Mittagessen zu verbringen – Cafés und kleine Bistros bieten alternative Küche an.

Zwischenhalt bei den Pinguinen in Simon’s Town

Auf dem Weg zum Kap wartet eine weitere Attraktion auf die Freiwilligen: Die Pinguine vom Boulders Beach. Hier hat sich vor Jahren eine Kolonie Jackass-Pinguine angesiedelt, die sich in Simon’s Town sehr wohl fühlen. Für ein Eintrittsgeld von wenigen Euro kann man die Meerestiere beim Schwimmen, Toben und Brüten beobachten. In Simon’s Town können außerdem zwischen August und November auch Wale gesichtet werden.

Von Simon’s Town geht es noch gut 30 Minuten weiter Richtung Süden bis Cape Point. Das Kap der guten Hoffnung liegt im Cape of Good Hope Naturschutzgebiet, das mit seinen knapp 7,5 Tausend Hektar den südlichen Teil der Kaphalbinsel einnimmt. Wie überall rund um Kapstadt gibt es hier eine erstaunliche Vielzahl an Tier- und Pflanzenarten: Über 1.000 Fynbos-Arten, 30  Protea-Arten, 260 Vogelarten und Zebras, Strauße und Paviane nennen den Nationalpark ihren Lebensraum. Vom Eingangstor des Nationalparks, an dem auch der Eintritt von rund 10 Euro bezahl werden muss, sind es noch etwa 15 Minuten bis zum Cape Point.

Am Cape Point selbst steht ein alter Leuchtturm aus dem Jahr 1860. Man kann hinaufwandern oder eine Seilbahn nehmen. Auf dem Weg zum Leuchtturm hinauf eröffnen sich atemberaubende Ausblick auf das Meer und das Kap der guten Hoffnung selbst, das noch etwas weiter südlich liegt. Ein Wanderweg führt direkt vom Cape Point zum Kap – Dauer: Ungefähr 1,5 Stunden hin und zurück. Und am Kap der guten Hoffnung wartet es dann – das berühmte Schild mit der Aufschrift auf Englisch und Afrikaans. Nicht nur für unsere Freiwilligen ist ein Foto hier ein Muss.

Rückfahrt über den Chapman’s Peak Drive

Die Rückfahrt vom Kap der guten Hoffnung kann man leicht kombinieren mit einem wunderschönen Sonnenuntergang auf dem Chapman’s Peak Drive, der als eine der schönsten Küstenstraßen der Welt gilt. Und wer ihn einmal entlang gefahren ist, der bezweifelt das nicht! Der Weg von Nordhoek bis Hout Bay ist atemberaubend schön – es gibt unzählige Parkbuchten, an denen man anhalten und Fotos schießen kann.

Am Ende des Chapman’s Peak wartet der kleine Küstenort Hout Bay. Hier lässt sich der Tag abschließen mit frischem Fisch an der kleinen Waterfront des Städtchens oder mit einem Besuch des Hout Bay Harbour Market, der jedes Wochenende in einer Halle am Hafen stattfindet. Ein Drink, den Sonnenuntergang über dem Wasser bestaunen und Südafrika genießen – wer mit initiAID nach Kapstadt geht, kann das auch selbst erleben.