In Volunteering,Vrygrond Computer Lab

Kevin Reutlinger, Freiwilliger im Vrygrond Community Lab stellt sich vor

Jedes Jahr unterstützen uns zahlreiche ehrenamtliche Freiwillige und Studierende bei unseren Projekten! Wir könnten nicht dankbarer für die Unterstützung sein, die wir erfahren – denn ohne all die freiwilligen Helfer würden unsere Projekte sich nicht so gut entwickeln, wie sie es tun. Kevin Reutlinger ist als Freiwilliger vor Ort im Vrygrond Community Lab in Kapstadt. Neben der Arbeit bleibt ihm auch noch genug Zeit, um Südafrika zu entdecken. Im Interview berichtet er von seinen Erfahrungen. Du möchtest uns auch als Freiwilliger unterstützen und in unsere “Hall of Fame” aufgenommen werden? Dann informiere dich jetzt auf unserer Webseite über deine Möglichkeiten, initiAID zu unterstützen.


Warum hast du dich entschieden, im Vrygrond Community Lab als Freiwilliger zu arbeiten?
Ich habe meinen Bachelor in Pforzheim gemacht. Nach Stationen in Indonesien, Indien und Dänemark wollte ich schon immer auch einmal Afrika kennenlernen. Weil ich das gerne mit Freiwilligenarbeit verbinden wollte, habe ich mich an initiAid aus Pforzheim gewandt, weil ich wusste, dass ich dort die Möglichkeit habe, hier in Kapstadt im Computer Lab mithelfen zu können. Ich rede und unterrichte auch gerne. Den Leuten hier etwas beizubringen, dass ihnen wirklich weiterhelfen kann und die Vorschritte zu sehen, das ist schon toll.

Wie hast du dich an deinen ersten paar Tagen in Kapstadt gefühlt?
Selbstverständlich ist am Anfang alles neu und aufregend. Aber nur im positiven Sinn. Meine Kollegen und Mitbewohner haben schon dafür gesorgt, dass ich mich wohl gefühlt habe. Sowieso sind hier in Südafrika die Menschen der Schlüssel zu einer tollen Zeit. Ich habe einige Leute kennen gelernt, die zu Freunden geworden sind!

Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?
Ich beginne um neun Uhr morgens. Vormittags finden die Kurse statt, ich unterrichte also von neun bis 13 Uhr. Das Publikum ist bunt gemischt: alt und jung, männlich und weiblich. Die Kurse machen immer richtig viel Spass. Speziell eine Gruppe aus jungen Männern, die bei der Sozo Foundation einen Techniker-Kurs belegen. Mit denen ist es immer super lustig. Aber auch sonst sind die Kurse einfach nie langweilig.
Im Anschluss beginnen dann die Open Hours, das heißt, jeder kann ins Computer Lab kommen, die Computer nutzen und im Internet für die Jobsuche oder Schulprojekte recherchieren. Manche schauen sich auch Videos bei YouTube an oder chatten bei Facebook. Während der Open Hours ist es meine Aufgabe, den Überblick zu behalten und jedem die Möglichkeit zu geben, einen Computer zu nutzen. Fast jeden Tag bildet sich eine Schlange vor der Tür, weil das Lab für viele in Vrygrond der einzige Zugang zu Computern und dem Internet ist.
Während der Open Hours mache ich außerdem Kopien von Dokumenten und bin immer da, wenn jemand individuelle Fragen zur Computernutzung hat oder Hilfe bei einer Bewerbung braucht. Gegen 17 Uhr fahre ich zurück nach Kapstadt – dort ist am Abend noch genug Zeit für ein kühles Bier mit Freunden am Strand.

Was ist besonders schwierig an deiner Arbeit im Vrygrond Community Lab?
Nichts ist besonders schwierig. Man muss nur für den ein oder anderen Schüler mehr Geduld mitbringen. Manche lernen schneller ans andere und die Voraussetzungen sind in Vrygrond einfach ganz andere. Was für uns ganz selbstverständlich ist, ist es hier nicht. Der ein oder andere Schüler hat tatsächlich noch nie einen Computer bedient. Und wenn du das erste Mal mit Maus und Tastatur arbeiten sollst, dann ist das gar nicht so einfach. Hier gilt es geduldig zu bleiben und keinen Druck auf die Schüler auszuüben. Die Arbeitsatmosphäre muss spielerisch locker sein. Und generell muss man sich natürlich an das Lebens- und Arbeitstempo hier in Südafrika gewöhnen: Exaktes Arbeiten, Effizienz und Pünktlichkeit sind einfach nicht so wichtig wie in Deutschland.

Wie verbringst du deine Freizeit in Kapstadt?
Da gibt es so viel! Wandern, Fussball, Strand, Ausfluege, Segeln, Kino, Theater, Weinproben, Yoga, Shopping, tolles Essen, Bars… Ich glaube, das einzige was man in Kapstadt nicht machen kann, ist Skifahren. An langen Wochenenden oder nach Absprache mit den Kollegen kann man auch mal einen Trip weiter weg machen. Ich war zum Beispiel in Johannesburg und zwei Wochen in Namibia.

Was hättest du gerne gewusst, bevor du nach Südafrika gekommen bist?
Alle organisatorischen Fragen konnte ich vorab gut klären. Alle weiteren Fragen die das Land betreffen, beantworten sich dann vor Ort. Und das ist spannend!

Würdest du deinen Kommilitonen deine Erfahrungen weiterempfehlen und wenn ja, warum?
Ja! Auslandserfahrng ist immer etwas Gutes. Den Horizont zu erweitern, hilft einem zu Hause ungemein – viele Probleme dort erscheinen einem gar nicht mehr als Probleme. Besonders die Arbeit im Lab empfehle ich. Denn dort zu arbeiten hilft wirklich, um sich im Umgang mit Menschen weiterzuentwickeln und das Sprechen und Präsentieren vor großen Gruppen zu üben – auf Englisch! Und Kapstadt… die Stadt ist einfach der Hammer!

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